Greven an die Ems

Naturschutz in der Emsaue statt Eventmeile an der Ems

-eine Presseerklärung der Verbände-

GREVEN: Die Berichte über die Aktivitäten sowie Ankündigungen der Beach-Betreiber in der Emsaue Greven geben den Naturschutzverbänden im Kreis ST Anlass für eine schriftliche Reaktion:

Mittlerweile müsste jedem in Greven bekannt sein: Die Emsaue bei Greven ist in ihrer Gesamtheit Schutzgebiet von europäischem Rang. Zumindest die Verwaltung der Stadt und auch des Kreises, eigentlich auch die entsprechenden Politiker müssten um die Bedeutung eines FFH-Gebietes wissen und sich ihrer Verantwortung für ein solches Schutzgebiet bewusst sein, d. h., schnellstens die lt. Gesetz erforderliche Verbesserung des Zustandes in die Wege leiten.

Sieben Fragen und sieben Antworten erläutern das Anliegen der Naturschutzverbände ANTL, BUND und NABU

ein brennendes Thema: Greven an die Ems

1.): Warum ist der Bereich am „Beach“ überhaupt schützenswert?

Er ist Teil eines durchgehenden Biotopverbundkorridors und genießt als Naturschutzgebiet den höchsten nationalen Schutz und als FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) den höchsten europäischen Schutz. Zu den Schutzzielen gehören der Erhalt und die Wiederherstellung einer SandflussAuenlandschaft des Flachlandes mit ihrer typischen Tier- und Pflanzenwelt und ihrer Vielfalt an Lebensraumtypen. Es gilt ein Verschlechterungsverbot seit dem Zeitpunkt der FFH-Meldung. Vielmehr sind mit dem FFH-Status verpflichtend Entwicklungsziele zu naturschutzfachlich wertvolleren Zuständen vorgegeben.

2.): Hat die Stadt Greven – wie behauptet – mit den Naturschutzverbänden gesprochen?

Tatsächlich hat sie im Dezember des Jahres 2019 den NABU bezüglich der geplanten Veranstaltungen „Greven an die Ems 2020“ um einen Gesprächstermin gebeten. Wegen der Terminfülle vor den Weihnachtstagen sollte diese Anfrage im Frühjahr 2020 von der Stadt Greven wiederholt werden, um gemeinsam mit den Naturschutzverbänden BUND und ANTL einen Termin zu finden. Ohne einen neuen Gesprächstermin zu vereinbaren hat die Stadt Greven dann am 18.02.2020 bei der Unteren Naturschutzbehörde den Antrag auf die Befreiung gem. § 67 BNatschG von den Verboten des Landschaftsplanes für das Naturschutz- und FFH-Gebiet „Emsaue“ gestellt.

3.): Hatte der Naturschutzbeirat die Möglichkeit zum Meinungsaustausch?

Nein, denn die Stadt Greven stellte den Antrag exakt am ersten Sitzungstag des Naturschutzbeirats in 2020, sodass er in der Sitzung nicht vorlag und behandelt werden konnte. Der Kreis Steinfurt lud „aufgrund der Eilbedürftigkeit“ zu einer Sondersitzung des Naturschutzbeirates am 16.03.2020, die wegen der Coronavirus-Krise kurzfristig abgesagt werden musste. Der Vorsitzende des Naturschutzbeirats reichte daraufhin in einer Eilentscheidung seine Ablehnung beim Kreis Steinfurt ein. Gemäß Landesnaturschutzgesetz NRW musste der Fall nun dem Kreisausschuss vorgelegt werden.

4.): Auf welcher Grundlage lehnen alle drei im Kreis Steinfurt anhörungsberechtigten Naturschutzverbände den Antrag der Stadt Greven ab?

Naturschutz-/ FFH-Gebiete sind Bereiche, die aufgrund von landesweiter, regionaler und / oder lokaler Expertise ausgewiesen wurden, weil sie wichtige und unersetzbare Funktionen im Naturhaushalt erfüllen. Sie dürfen nicht durch naturschutzfremde Vorhaben wie Bauwerke, Großveranstaltungen und die damit zwangsläufig verbundenen Einschränkungen entwertet werden. Der massive Rückgang an Insekten, Wiesenvögeln und vielen anderen Arten macht deutlich, wie wichtig störungsarme Rückzugsräume und Verbundkorridore für die Erhaltung der Biodiversität sind.

Aus Sicht der Naturschutzverbände ist durch das Projekt „Greven an die Ems“ mittlerweile eine Situation entstanden, die den Schutzzielen des Gebietes diametral entgegensteht. Diese Auffassung wird – das lassen die Antragsunterlagen erkennen – auch von der Stadt Greven geteilt. Nahezu grotesk wirkt es, wenn die Flächen eines Schutzgebietes zunächst erheblich entwertet werden und dies dann an

schließend als Begründung für eine weiterhin naturschutzschädliche Nutzung herangezogen werden soll. Vielmehr müsste der Status quo ante von vor 2007 wiederhergestellt werden.

5.): Wie entschied der Kreisausschuss?

Der Kreisausschuss überstimmte die Beiratsentscheidung am 7.04.2020 mit der Folge, dass gemäß § 75 Abs. 1 S. 4 LNatSchG die Bezirksregierung über den Befreiungsantrag entscheiden musste. Dabei ist unklar, ob die Mitglieder des Kreisausschusses mit einem Tag und 20 Stunden hinreichend Zeit hatten, sich in die detaillierte 18-seitige Stellungnahme einzuarbeiten, in der die Naturschutzverbände ihre Bedenken ausführlich begründen.

6.): Wie entschied die Bezirksregierung?

Gar nicht, denn: „Die Stadt Greven [hat] ihren Antrag auf Befreiung zurückgezogen […]“, wurde dem Naturschutzbeirat am 29.05.2020 vom Kreis Steinfurt mitgeteilt. Das Verfahren sei beendet.

7.): Wie ist die aktuelle Situation zu beurteilen?

a): Sowohl die Untere Naturschutzbehörde als auch die Stadt Greven wissen um eine jährliche einzuholende erneute Befreiung durch den Naturschutzbeirat.

b): Es gab seit 2008 keine und es gibt auch jetzt keine Befreiung für Aktivitäten des Formats „Greven an die Ems“.

c): Die – folglich illegale – Öffnung der Strandbar am Donnerstag, den 11.06.2020 mag man als Nutznießer beurteilen, wie man möchte.

Niemand kann erwarten geschweige denn verlangen, dass die Naturschutzverbände ANTL, BUND und NABU vor diesem gesetzeswidrigen Treiben die Augen verschließen.

Es kann nicht sein, dass eine Kommune versucht, europäisches FFH-Recht und deutsches Naturschutzrecht auszuhebeln, wenn diese Gesetze ihren Interessen entgegenstehen.

ANTL, BUND und NABU werden einer nachträglichen Legalisierung und damit einem „Weiter So“ keinesfalls zustimmen.

 

Steinfurt 20.06.2020

Maria Koch

im Namen der Naturschutzverbände im Kreis Steinfurt

BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland LV NRW e.V. – Kreisgruppe Steinfurt

NABU – Naturschutzbund Deutschland Kreisverband Steinfurt e.V.

ANTL – Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land e.V. (für die LNU)

 

Schutz der renaturierten Ems bei Hembergen

Das Naturschutzgebiet „Emsaue“ bedarf mehr Ruhe, um eine nachhaltige Regeneration zu gewährleisten.

Die Ems aus der Vogelperspektive bietet einen besonders sehenswerten Ausblick. Insbesondere der renaturierte Bereich zwischen Hembergen und Saerbeck verwandelt sich seit Fertigstellung der Baumaßnahme vor nunmehr drei Jahren zurück zu einem besonderen Naturjuwel.

Eine Einlassung von Karl Ridering zur Situation an der Ems.

Emsdetten. Die technische Wiederanbindung des Altarmes in Hembergen kann als eine abgeschlossene und gelungene Sache bezeichnet werden. Weiterlesen

TERMINE 2020

aufgrund der Corona-Krise müssen wir leider die vorgesehenen Termin aus unserem Programm zunächst streichen.

Sobald wie möglich werden wir wieder starten!

 

Ostergrüße 2020

Gedanken zu Ostern 2020, die von der Corona-Krise gezeichnet sind.

Ein kleiner Exkurs, verbunden mit dem ´Kleinen Fuchs´.

Soll zur Kritik anregen.

Corona hat der Welt eine Atempause verschafft. Dies wäre die Zeit, über einiges nachzudenken. Hier weiterlesen:

2020 Ostergrüße vom kleinen Fuchs 2

 

 

 

 

Der „kleine Fuchs“

Ein Tipp: Finde den „Kleine Fuchs“ und gehe mit Ludwig Klasing auf die Suche nach dem edlen Schmetterling.

Oder schickt uns doch eure schönsten Fotos von euren Lieblingen aus der Natur, dem Kleinen Fuchs oder dem selten gewordenen Pirol, der Eidechse oder dem Brachvogel, der Lerche oder der Nachtigall, der Prachtlibelle oder… oder …

 

Ostern 2020

F.Hesseling

BUND – Mitmachgarten 2020

Unser „Mitmachgarten“ sucht Hobbygärtner

Jetzt zu Beginn des Frühlings startet auch die neue Gartensaison in unserem Mitmachgarten.

Der Corona-Virus verdonnert die Menschen zwangsläufig zuhause zu bleiben. Da freut sich jeder, der einen kleinen Garten sein eigen nennt, wo er sich an der frischen Luft betätigen kann.

Aber auch für Mitbürger ohne Garten gibt es da ein besonderes Angebot! Sie können sich im „Mitmachgarten“ engagieren. Zeitlich ungebunden können sie dort auf einer kleinen Parzelle ökologisch und ohne Gift gärtnern, so viel sie wollen und es ihnen Spaß macht.

Seit 2015 gibt es in der Kleingartenanlage am Waldrand den Mitmachgarten des BUND – Bund für Umwelt- und Naturschutz. Hier auf einer attraktiven Kleingartenparzelle kann im Stile des „Urban Gardenings“ jeder zum Hobbygärtner werden, dem vor der eigenen Haustür der Platz für einen kleinen Gemüse- oder Kräutergarten fehlt.

Ökologisch Gärtnern ohne Gift auf kleinen übersichtlichen Parzellen ist ein besonderer Spaß für Menschen die gern ein kleines Stück Natur nach eigenem Gusto bewirtschaften wollen. „Gartenarbeit an der frischen Luft und ohne großen Stress ist gesund, bringt Bewegung in den Alltag und zur Belohnung winkt gesundes Gemüse, Kräuter oder frische Blumen“, erklärt der Initiator Marvin Ottenjann. Er ist der Organisator beim Mitmachgarten und freut sich über jeden, der Interesse am Gärtnern hat oder sich auf Zeit in der Gemeinschaft der Mitmachgärtner mit seinen Ideen engagieren will. „Jeder ist zum eigenen Mitgärtnern eingeladen! Arbeitsmittel stehen zu Verfügung und die Kosten bleiben übersichtlich, denn Mitgliedsbeiträge werden nicht erhoben“, so Marvin Ottenjann. Weiterlesen

Krötenzaun in Sinningen

Deutlich weniger Erdkröten machten sich in diesem Jahr auf Wanderung

Wie in jedem Jahr wandern zu Beginn des Frühlings Kröten, Frösche, Bergmolche und andere Amphibien zu ihren Laichgewässern. Da Straßen ihre Hauptwanderwege durchschneiden und für die Tiere zur tödlichen Gefahr werden, bauen aktive Naturschützer Zäune auf, sammeln die Tiere in Eimern und entlassen sie dann in der Nähe der Laichgewässer wieder in Freiheit.

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unser Programm 2020

Vorschau Januar – Juni 2020

 

 

 

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Blühstreifen – Umweltbildung mit Ludwig Klasing

Blühstreifen – kleine Geste mit großer Bedeutung für unsere Insekten

ein spannender Vortrag mit vielen Bildern von und mit Ludwig Klasing

am Mittwoch 18.März 2020 um 19:30 – 21:30 Uhr

Ort: Stadtbibliothek Emsdetten      Der Eintritt ist frei

„Meine Beobachtungen von Flora u. Fauna an den Ackerrandstreifen und Wegrainen rund um Emsdetten!“ ist ein Vortrag des NABU Mitglieds Ludwig Klasing, der sich seit Jahren für das Emsdettener Venn im gleichnamigen Verein engagiert.

Die Ackerrand- und den Blühstreifen am Wegesrand haben eine große Bedeutung für die Artenvielfalt der dort lebenden Insekten. Leider haben sie in den vergangenen Jahren sehr abgenommen, was wiederum Einfluss auf das Ökosystem hat.

Lassen Sie sich überraschen, wie vielfältig und bedeutsam Ackerrand- und Blühstreifen sein können, wenn sie sich ungestört entwickeln können.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem NABU und BUND statt.

Ludwig Klasing

 

 

Voranmeldung bis 11. März 2020 bei der VHS Emsdetten erbeten

Tel.: 02572 96037-0      Kursnummer: VHS 37771E

 

Emsdetten im Januar 2020

Gartenimpressionen – Umweltbildung mit Ludwig Klasing

Impressionen aus dem Garten

Ein Vortrag mit vielen Bildern von und mit Ludwig Klasing

„Ein Rundgang durch unseren Garten und meine Beobachtungen mit der Kamera“

am Mittwoch 01.April 2020 um 19:30 – 21:30 Uhr

Ort: Stadtbibliothek Emsdetten    Der Eintritt ist frei

„Was blüht und gedeiht in unserem Garten, welche Insekten konnte ich dort beobachten?“

In diesem farbreichen Vortrag gewährt uns Ludwig Klasing Einblick in seinen faszinierend schönen und artenreichen Garten: „Wenn es Frühling wird und die ersten Pflanzen auf die Sonne warten, beginnt für mich die schönste Zeit im Jahr.

Mit Bildern aus unserem Garten möchte ich zeigen, welche Blüten von verschiedenen Hummeln, Bienen, Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten besucht werden. Aber auch verschiedene Vögel, die unseren Garten besuchen oder dort brüten, und viele andere Tiere kommen in den Bildern nicht zu kurz.“

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit NABU und BUND statt.

Voranmeldung bis 25.März 2020 bei der VHS Emsdetten erwünscht

Tel.: 02572 96037-0 Kursnummer: VHS 37772 E

 

Emsdetten, im Januar 2020

„Biodiversität und Artenschutz“

„Mehr Wildnis wagen für die Zukunft“

Dr. Peter Schwartze, Nabu-Experte berichtete zum Thema und mahnte zum Handeln

Ein Rückblick auf unsere Veranstaltung der Umweltverbände in Emsdetten BUND und NABU vom 22. Januar 2020 in der Stadtbibliothek Emsdetten:

Täglich werden im Kreis Steinfurt 1,5 Hektar Flächen neu versiegelt, dies sind über 500 Hektar pro Jahr, Flächen die für Straßenbau, Siedlungen und Gewerbe überbaut werden und damit unwiederbringlich für die Natur verloren gehen“, erklärte Dr. Peter Schwartze. Weiterlesen

Der Boden: Lesung mit Susanne Dohrn

Einladung Vortrag und Diskussion in der Stadtbibliothek Emsdetten am  Mittwoch 05. Februar   19:30 Uhr

„Der Boden, Helfer gegen den Klimawandel“

Die Autorin Susanne Dohrn stellt ihr neues Buch vor

 

Die Umweltverbände BUND  und NABU laden ein / der Eintritt ist frei

 

Die Artenvielfalt in der Natur ist bedroht. Die Wissenschaft weist schon seit geraumer Zeit auf das bedrohliche Insektensterben hin. Schnelles Handeln ist geboten und jeder muss dabei mitmachen!

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Vortrag Biodiversität und Artenschutz: „was getan werden muss!“

Neuer Termin am 22. Januar 2020

Die Umweltverbände BUND und NABU laden ein:

Vortrag Biodiversität und Artenschutz: „was getan werden muss!“

mit Dr. Peter Schwartze, Naturexperte des NABU

am Mittwoch,22. Januar 2020 um 19:30Uhr

Stadtbibliothek Emsdetten, Kirchstr. 40,  –   Der Eintritt ist frei –

Die Artenvielfalt in der Natur ist bedroht. Die Wissenschaft weist schon seit geraumer Zeit auf das bedrohliche Insektensterben hin. Schnelles Handeln ist geboten und jeder muss dabei mitmachen! Weiterlesen

Tagebuch: Stunde der Gartenvögel

Am 15. Januar 2020 hatte der NABU wieder die Stunde der Gartenvögel angesagt.

Also hatte ich mir vorgenommen, auch fleißig mitzuzählen.  Entweder hatte ich die falsche Stunde gewählt, oder unsere Gartenvögel waren an diesem Tag in anderen Gärten engagiert, um dort gezählt zu werden. Also war unser Zählergebnis zunächst sehr mager. Aber im Laufe des Tages waren dann doch noch einge Gesellen zu beobachten.

II x AMSEL        Beide sind Stammgäste bei uns, die jeden Morgen den Garten nach Eßbarem absuchen

 

0  x ROTKEHLCHEN    Nachdem im Herbst unser Rotkehlchen, das uns immer treu verbunden war, tödlich verunglückte, hat bisher kein neues neues Exemplar das freie Revier übernommen.

 

0 x EISVOGEL   Dieser ist ein seltener Gast bei uns, der ganz spontan unseren Teich besucht, um zu schauen was es Neues gibt. Sein letzter Besuch ist bereits drei Wochen her.

 

Bemerkung: wie wissenschaftlich repräsentativ meine Zählung im gesammten Kanon ist, bleibt natürlich fraglich, denn ich habe die vorhergehenden Zählungen aus den Vorjahren nicht akribisch festgehalten oder notiert. Auch waren die Vorgaben nicht unbedingt identisch. Weiterlesen

Vortrag und Diskussion: Biodiversität und Artenschutz

Neuer Termin am 22.01.2020

Artensterben so gefährlich wie der Klimawandel“ sagt der Weltbiodiversitätsrat in Paris

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Emsdettener Venn: der Hindenburg-Damm

Geschichte der Birken am `Hindenburgdamm`

„die Zeitzeugen werden alt“

Ludwig Klasing macht sich Gedanken über die Bäume an der Allee ins Emsdettener Venn.

Hier seine spannenden Einlassungen zur Historie des Venns:

EMSDETTEN.

Der Weg ins Venn: eine Allee wechselt ihren Charakter, um für die Zukunft zu bestehen!

„Ich brauch Tapetenwechsel, sprach die Birke, und macht´ sich in der Dämmerung auf den Weg“, ein alter Schlager von Hildegard Knef, den sie 1970 sang, könnte aktuell die Geschichte des so genannten „Hindenburgdammes“ deutlich machen, denn viele der alten Bäume sagen „Ade“.

Es war die Zeit Hindenburgs, nach dem I. Weltkrieg, als man in Emsdetten begann, das weitläufige Hochmoor trocken zu legten, um weitere landwirtschaftliche Flächen am Stadtrand zu entwickeln und den Torf als Brennstoff für die ärmere Bevölkerung zu nutzen. Weiterlesen