Natur

Der Große Schillerfalter ist Schmetterling des Jahres 2011

Die Naturschutzstiftung des nordrhein-westfälischen BUND-Landesverbandes und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben den Großen Schillerfalter (Apatura iris) zum Schmetterling des Jahres 2011 gekürt. Weiterlesen

Kleiner Vogel mit großen Ansprüchen: Der Gartenrotschwanz ist „Vogel des Jahres 2011“

Gartenrotschwanz

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben heute in Berlin den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) zum „Vogel des Jahres 2011“ gekürt. Der früher weit verbreitete und recht häufige Singvogel mit dem namensgebenden ziegelroten Schwanz ist heute in vielen Regionen selten geworden. Besonders im Westen Deutschlands ist er aus zahlreichen Dörfern und Kleinstädten verschwunden. Immer weniger Gärten genügen heute noch seinen Ansprüchen.
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Flurbereinigungsverfahren in Hembergen: Der Altarm wird zur Ems

Bevor der Ems-Altarm – die natürliche Grenze zwischen Saerbeck und Hembergen – an das frühere Flussbett angeschlossen wird, muss ein “vereinfachtes Flurbereinigungsverfahren” auf Hembergener Gebiet durchgeführt werden.

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Vogelfütterung an Gewässern – Fluch statt Segen

Seitdem das Wetter wieder ungemütlicher wird, fragen naturinteressierte Leute regelmäßig beim NABU an, ob es nicht höchste Zeit sei, Futterhäuschen zu füllen, damit die hungrigen Vögel gut über den Winter kommen. Doch Futter ist nicht gleich Futter und das wahllose Abkippen von Brot- und Brötchenresten in die  Gewässer ist sogar äußerst schädlich – und verboten.

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Moorleiche ist Thema in archäologischer Publikation

Schauriger Vorfahre

Moorleiche’ von Ahlintel wieder Thema in archäologischer Publikation

„Er hatte langes” rotes Haar. einen langen Bart, seine Haut war gegerbt und seine Knochen waren biegsam” – so beschrieb 1794 der Münsteraner Physiker Meyer die fast vergessene Moorleiche von Ahlintel.

Auf der einen Seite ist der Tod beängstigend, auf der anderen Seite fasziniert er die Menschen. Das merkt man schon bei den zahlreichen Exkursionen der Naturschutzverbände in die Moore des Kreis Steinfurt. Sobald es um die von Mooren konservierten Pflanzen- und Tierreste geht kommt sofort auch dass Thema Moorleichen zur Sprache.

Moorleichen, diese bräunlich verfärbten, einem lebenden Menschen an Ausdruck in nichts  nachstehenden toten Menschen.

Emsdettens Vergangenheit

Wie sich herausgestellt hat, hat auch das Emsdettener Venn seine eigene Geschichte. 1794 reichte es noch bis in weite Bereiche der ‘Bauerschaft Ahlintel. In einem Brief aus dem selben Jahr berichtete der Münsteraner Physiker Meyer: „Einige Arbeiter hatten im Eichsfeld nahe Ahlintel in Westfalen einen gut konvervierten Mann gefunden. Er lag mit angezogenen Beinen auf seiner linken Seite.

Weil der Mann bereits lange tot war und keine Feuerwaffen, sondern ganz andere Waffen trug, wurde die Leiche von den Behörden freigegeben. Lange tot bedeutet in diesem Fall, dass der Mann in der Jungsteinzeit (ca. 5000 – 2000 v. Chr.) gelebt hat. Die Todesursache’ ist zwar nicht beschrieben, aber man muss davon ausgehen, dass er entweder einen  gewaltsamen Tod erlitten hat oder im Moor begraben wurde. Denn ein Mensch versinkt laut physikalischen Erkenntnissen nicht einfach komplett im Moor, wie es oft in Filmen gezeigt wird.

Wiederentdeckt

Der Brief von 179 wurde bereits 1996 von Wijnand van der Sandens („Mumien “aus dem Moor“) erwähnt, aber das erst 2009 erschienene „Moorleichen – Zeugen vergangener Jahrtausende“ des  Archäologen Thomas Brock hat den Fund wieder ins Gedächtnis rücken lassen. Verwunderlich ist das allerdings nicht, denn die Leiche existiert nicht mehr.

1794 bestand noch kein wissenschaftliches Interesse« an der Untersuchung einer Mumie. Dafür galten sie, zu Pulver zermahlen, schon seit dem frühen Mittelalter als lebensverlängerndes Medikament. Und genau das wurde auch aus der Moorleiche des Emsdettener Venn. Wie der Wiederentdecker Van der Sanden so treffend seinen Bericht schließt: „Nach etwa 4000 Jahren ist er sclıließlich doch noch zu Staub geworden.“

Zu klären bleibt die genaue Lage des Fundorts „Eichsfeld nahe Ahlintel“.

Rainer Seidl

15. September 2010

Emsaue ganz nah

Emsaue ganz nah

Anfrage und Antrag an den Rat der Stadt Emsdetten

hier: Bürgeranhörung und Anmerkungen zur Planung

Am Donnerstag, 07. Okt. 2010 wurde der aktuelle Planungsstand der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach der Veranstaltung im Rathaus haben wir viele Gespräche zu diesem Thema geführt und viele Anregungen erhalten.

In den Anträgen und Anregungen der Schwamborn-Fraktion können wir keine positiven Seiten erkennen.

Andererseits gibt es viele Mitbürger, die wg. der Detailplanung unzufrieden sind.

Hier einige Meinungen der Unzufriedenheit:

  • Wieso muss soviel Geld ausgegeben werden für ein Projekt, dass auch ohne wesentliche Eingriffe gut zu machen wäre,
  • Wieso wird eine intakte Naturlandschaft mit „Möbeln“ voll gestellt? Hier wären weniger Sitzbänke, Verzicht auf Info-Tafeln, Steelen und Blick-Fenster, weniger aufwändiger Wegeausbau usw. besser bzw. an anderer Stelle sinnvoller.
  • Soll aus dem Naturschutzgebiet Emsaue ein weiterer Stadtpark werden? Mehr Behutsamkeit und Stringenz des Naturschutzgedankens wären hier angebracht.

Das Projekt ist seit langem in der Planung und Diskussion daher wollen wir diese auch nicht in Frage stellen, wollen aber in den Details einige Anregungen zur Diskussion stellen:

  • Um eine angedachte Beweidung zu ermöglichen, wäre es erforderlich, die geplante neue Wegeführung im Bereich des Spiel- /Bolzplatzes und des Biotops deutlich zu verkürzen, um damit dort einen Korridor zu schaffen der es den Tieren bei Hochwässern ermöglicht auf höher gelegene Flächen hinter Blomerts Guort zu gelangen.
  • Änderung der Wegführung, Verzicht auf den Hochweg entlang des Walls an der Kläranlage. Verzicht auf die Metall-Wege-Konstruktion, denn so etwas gehört nicht in ein Naturschutzgebiet!

Dafür sollte der Weg durch den Bereich der alten Kläranlage geführt werden. (s. Anlage *1). Der Park-Bereich der „alten Kläranlage“ mit seinem „Grünen Klassenzimmer“ sollte mit den ersparten Mitteln zum „Info Zentrum Emsaue“ aufgewertet werden (s. Anlage *2)!

Hier sollten die wesentlichen Infotafeln über den Naturschutz, die Emsaue, Bedeutung der Ems für Emsdetten, geschichtliches, informatives und kreatives ihren Platz finden.

Denn dieses „Info Zentrum Emsaue“ liegt fast im Mittelpunkt des Ems-Radweges (375 KM von der Senne bis zur Mündung). Der Emsradweg gewinnt immer größere Bedeutung für Naherholung und Kurzreisen mit dem Rad.

Hier kann die Stadt Flagge zeigen und mit geringem Aufwand ihr touristisches Image aufbessern. Das Industriedenkmal und der Bereich der „alten Kläranlage“ wären als touristisches Info-Zentrum im Mittelpunkt der Ems geradezu ein Leuchtturm.

  • Des weiteren rege ich an, das Gemäuer der alten Kläranlage wieder zu revitalisiert und wie 2004 im Rahmen der Regionale zu einem Umweltzentrum „Mittelpunkt Emsaue“ zu widmen. (s. unsere früheren Anmerkungen und Anträge).

EMSDETTEN, den 13. Oktober 2010