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Entbirkungsaktion
im Emsdettener Venn
Wir danken allen unseren aktiven Helfern,die sich immer wieder mit großem Einsatz engagieren, um dem alten Emsdettener Venn seinen natürlichen Charakter zu bewahren!
Wasserräuber müssen weg
Bericht EV am 26. Nov. 2005
Wieder große Entkusselungsaktion im Venn / Weitere Einsätze sind bald geplant
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EMSDETTEN . Großeinsatz im Emsdettener Venn: In mühseliger Arbeit trafen sich wieder zahlreiche Naturliebhaber im Moor, um dort störende Bäume und Sträucher zu entfernen. Diese Pflanzen graben dem Venn das Wasser ab. Ohne diese so genannten Entkusselungsaktionen würde das Venn nach und nach verbuschen.
Zwar waren diesmal nicht so viele Frauen und Kinder als Helfer dabei, doch zumindest spielte das Wetter mit. Die 30 ehrenamtliche Kräfte aus dem Altkreis Burgsteinfurt bekamen Hilfe von Edmund Bischoff, Vorsitzender vom NABU Kreisverband Steinfurt.
Hochmoor
Das Emsdettener Venn ist eines der letzten Hochmoore und gleichzeitig eines der wertvollsten Naturschutzgebiete in unserem Kreis. Es bietet Lebensraum für typische Hochmoorpflanzen, wie zum Beispiel Wollgras, Rosmarienheide, Rauschbeere, Moosbeere und Sonnentau. Auch seltene Vögel, wie die Bekassine, die Krickente und den Großen Brachvogel trifft man im Venn an.
Lebensraum erhalten
Umso mehr gilt es, diesen Lebensraum für Tier und Pflanze zu erhalten. Doch aufwachsende Birken- und Faulbaumbestände entziehen dem Hochmoor das Wasser. Solange dies nicht gestaut wird und damit eine konsequente Vernässung erfolgt, muss der Mensch eingreifen und die immer wieder eindringenden Sträucher und Bäume mühsam entfernen.
Patenschaft
Die Emsdettener Naturschützer Heinz Rinsche und Ludwig Klasing begaben sich während der Entkusselungsaktion in das Moorgebiet, für das sie eine Patenschaft übernommen haben. Die übrigen ehrenamtlichen Helfer arbeiteten in den angrenzenden Flächen und nahmen sich dort einige Großgehölze vor. Wer so engagiert arbeitet, hat eine Belohnung verdient. Dafür sorgten Yvonne Altsmann und Inge Knoche, zwei engagierte Naturschützerinnen aus Rheine. Sie überraschten die Helfer am Vormittag mit zwei selbst gebackenen Kuchen. "Wenn wir aus gesundheitlichen Gründen schon nicht mithelfen können, wollen wir doch auf diese Weise unsere Anerkennung für diese wichtige ehrenamtliche Arbeit zum Ausdruck bringen", sagte Yvonne Altsmann.
Belohnung
Als sich alle zum abschließenden gemeinschaftlichen Mittagessen versammelt hatten, sagte Karl Riddering vom NABU Emsdetten: "Wir haben diesmal wirklich wieder viel geschafft und mit dem nächsten Einsatz sollten wir auch nicht mehr lange warten." Wie immer hatte Kurt Pick, Geschäftsführer vom NABU -Kreisverband, dafür gesorgt, dass genug Erbsensuppe mit Bockwurst und Brötchen vor Ort war. NABU -Kreisvorsitzender Edmund Bischoff bedankte sich noch einmal bei allen und erhofft sich natürlich auch für die nächsten Einsätze gutes Wetter und weiterhin viele fleißige ehrenamtlich Helfer.
Helfer gesucht
Heinz Rinsche und Ludwig Klasing, die regelmäßig im Venn entkusseln, wünschen sich natürlich noch mehr rüstige Rentner, die sie bei ihrer Naturschutzarbeit unterstützen. Interessierte melden sich bitte unter Tel. 42 58 bei Heinz Rinsche.
Bild
Nach harter Arbeit stärkten sich die ehrenamtlichen Helfer der Entkusselungsaktion im Venn mit einer heißen Erbsensuppe.
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