Startseite

einige Worte vorweg

- Wir über uns

Termine

Berichte

Meinung & Kritik

Die Distel

Aktuelles aus dem Kreis

Kinder- und Jugend

Jugendgruppe
Grünes Klassenzimmer
Naturschutz

Umweltpolitik

Kontakt

Impressum

 
Bilder noch in Bearbeitung
 

"Elter Gen"

 

Alter Wacholder wird wieder jung

Naturschutz nutzt Forstgenbank Arnsberg

EV Kreis Steinfurt 21. Dezember 2005

 

-gir- Elte/Kreis Steinfurt . Nichts an den jungen Wacholderpflänzchen, die hier in den Elter Dünen wachsen, deutet auf ihre Vorgeschichte. Die beginnt vor drei Jahren und führt in die Forstgenbank in Arnsberg, einem Teil der Landesanstalt für Ökologie und Forsten (LÖBF). In ihren Gewächshäusern wurden Wacholderstecklinge aus Elte drei Jahre lang "aufgepäppelt", bevor sie jetzt wieder an ihren ursprünglichen Heimatort zurückverpflanzt wurden. Warum dieses aufwändige Verfahren, das übrigens erstmals im Kreisgebiet angewandt wurde? Dr. Sibylle Münch und Gerfried Dänekas von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises erklären: "Ziel ist es, die Vorkommen mit jeweils von dortigen Mutterpflanzen stammenden Pflanzen zu ergänzen und deren weitere Verbreitung im Herkunftsgebiet zu fördern. Dadurch ist gewährleistet, dass hinsichtlich Klima, Böden, aber auch in ihrer Resistenz gegen Schädlinge und Parasiten optimal angepasste und genetisch für den Landschaftsraum typische Pflanzen ausgebracht werden". Mit anderen Worten: Die Wacholderpflänzchen enthalten ein Elter Gen", das typisch ist für den Wacholder in diesem Bereich. Denn weil die Schösslinge nicht durch Samen, sondern eben über Stecklinge vermehrt wurden, sind sie genetisch "Klone" ihrer Mütter - mit exakt denselben "alten" Eigenschaften 80 dieser "jungen alten" Wacholdersträucher hat der Elter Heimatbund im Spätherbst unter einer RWE-Leitungstrasse gepflanzt und so die bestehenden Wacholdervorkommen erweitert und gestärkt. Auf natürlichem Wege hätte das viel Iänger gedauert, denn die Vermehrung über Wacholderbeeren ist viel langwieriger.

Gerfried Dänekas freut sich, dass es mit dem Projekt - auch die Umwandlung einer ehemaligen Ackerfläche in Wacholderheide gehört dazu - gelungen sei, Eigentümer, Behörden, Heimatverein, Firmen und Bürger an "einem Strang" ziehen zu lassen, um

etwas für den Naturschutz zu erreichen. Hubert Wältering, Vorsitzender des Heimatver-

eins Elte, kann sich sogar vorstellen, einmal Schafe in dem Gebiet weiden zu lassen. Der Heimatverein wird dafür sorgen, dass die Flächen offen und gehölzarm bleiben vor

allem der gefürchtete "Faulbaum" soll fern gehalten werden. Auch die RWE ist einge-

bunden: Seit Jahren entfernt sie größere Bäume und Sträucher unter ihren Leitungen,

schont dabei aber gewissenhaft den Wacholderbestand.

 

Bild

 

Freuen sich darüber, dass die "geklonten" Wacholder-Pflanzen gut angewachsen sind:

Hubert Wältering und Heinrich Hörsting vom Heimatbund Elte, Dr. Sybille Münch und Gerfried Dänekas von der Unteren Landschaftsbehörde, Ulrich Richter von der RWE sowie Jürgen Thiemann als Eigentümer der Fläche. Foto: Achim Giersberg

 

zurück:

 

 
Kontakt Impressum Rechtliche Hinweise