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Rückhaltung geht vor Wasserabfluss

Leserbrief an die Redaktion der Emsdettener Volkszeitung

von Karl Riddering 17.06.2005

 

„Mit der Überschrift „Wasser fließt den Herzbach hinauf" erschien am 21. Mai ein Bericht in der EV zur Problematik der Regenwasserentsorgung im neuen Baugebiet Lerchenfeld.

Ich begrüße dieses Lösungsprinzip! Den Ansatz der Stadtverwaltung kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Der liegt meiner Meinung nach nicht in einem Renaturierungskonzept des Herzbaches bis zur Mündung, sondern allenfalls zwischen Venn und Gaststätte Wältermann.

Die Idee, den Bach zwischen Lerchenfeld und Haselstraße für einen „Freien Abfluss des Wassers" um 80 Zentimeter zu vertiefen, müsste alle Hollinger aufhorchen lassen. Statt natürliche Bachränder zu entfernen, sollte oberhalb in Richtung Sternbusch ein filigran in die vorhandenen Gräben integriertes Regenwasserrückhaltekonzept umgesetzt werden.

Dazu sollte man auch den verrohrten Graben in Richtung Borgmanns Garten (Mülder) wieder öffnen. Mit deutlicher Vergrößerung der Grabenprofile sowie der Retentionsräume wäre unter Einfluss von Licht, Wind und mehr Wasser auch das Geruchsproblem behoben.

Alles zusammen käme der Stadt preiswerter und wäre für die Natur sinnvoller. Die Zielsetzung sollte daher lauten: Regenwasserrückhaltung geht vor Regenwasserabfluss!"

 

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