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"geplante" Westtangente Steinfurt

Pressemitteilung

BUND spricht sich gegen den Neubau der geplanten Kreisstraße K 76n in Burgsteinfurt aus!

 

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) im Kreis Steinfurt spricht sich klar gegen den geplanten Neubau der geplanten Kreisstraße 76n, auch kurz als K 76n bezeichnet, in Burgsteinfurt  aus.

 

Da die Entscheidung über die „westliche Entlastungsstraße“ in Kürze bevorsteht, beziehen die Umweltschützer jetzt noch einmal Stellung. Sie hatten die Pläne bereits in der vorangegangenen Diskussion vor Ort und auf Kreisebene kritisch begleitet.

 

Die Hintergründe der Planung: Die Kreisverwaltung und Teile der Politik halten den Bau der Ortsumgehung für notwendig, um bereits dem heutigen Straßenverkehr und dem prognostizierten Verkehrsaufkommen in 2025 gerecht zu werden.

Als weitere Gründe werden die bessere Anbindung einer wachsenden Fachhochschule (FH), von bestehenden und künftigen Wohngebieten und einem Gewerbegebiet sowie die Entlastung des inneren Rings in Burgsteinfurt vom Verkehr genannt. 

 

Der Verkehrsexperte Prof. Dieter Haubold, bringt die Kritik der BUND-Kreisgruppe auf den Punkt: „Diese Ortsumgehung westlich von Burgsteinfurt ist schlicht überflüssig.“ Sie durchschneide den dortigen Freiraum auf 1,5 Kilometer Länge und beschädige Natur und Landschaft, was nach Naturschutzrecht von Bund und Land vorrangig zu vermeiden sei.

Zusätzlich würden 25600 Quadratmeter Bodenfläche versiegelt und 44700 Quadratmeter in Anspruch genommen. Die versiegelte Fläche wolle die Verwaltung zwar durch Ersatzflächen kompensieren, aber „ein echter Ausgleich ist nicht möglich“, gibt Haubold zu bedenken, „denn total versiegelte Straßenfläche ist und bleibt biologisch tot.“

 

In dem vorgelegten Verkehrsgutachten vermisst der BUND zahlreiche Angaben, etwa den Nachweis eines erhöhten Verkehrsaufkommens von und zur FH. Zudem werde unzulässigerweise die starke Zunahme des Autoverkehrs in den vergangenen Jahrzehnten einfach auf die Zukunft bzw. auf das Jahr 2025 hochgerechnet. „Als wenn es keine Klimadebatte und keine schwindenden Ölvorräte gäbe“, kritisiert Haubold.

 

Was die Umweltschützer dagegen von Politik und Verwaltung erwarten, ist ein nachhaltiges Verkehrskonzept, in dem etwa der öffentliche Personennahverkehr eine weitaus größere Rolle spielt als bisher. „Schließlich ist der immer weiter wachsende Autoverkehr in Steinfurt auch hausgemacht.“

 

 

 

Burgsteinfurt, den 20. August 2010

BUND, Kreisgruppe Steinfurt

 

 
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