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Vogelbeobachtung 20 Vogelfreunde erkunden Emsdettener Venn

Emsdettener Volkszeitung
02. August 2010

 

 


EMSDETTEN "Guck mal, da läuft doch was!" Konzentriert blicken die knapp 20 Vogelfreunde durch ihre Ferngläser in die Wiesen des Emsdettener Venns hinein. Was sie suchen, hat mit Schlamm zu tun. Von Katja Vossenberg

 

Zusammengefunden haben sie sich am Sonntagmorgen zur Vogelwanderung im Venn. Auch ihr Leiter Karl Riddering zückt sein Fernglas. „Das könnte eine Schnatterente sein. Oder nein, Moment mal. Vielleicht ist es doch eine Blessralle.“ Auch der Profi ist sich nicht immer ganz sicher.

Ein Blick in das Vogelbestimmungsbuch bringt Abhilfe: „Nein, es handelt sich hier um ein junges Teichhuhn.“ Gar nicht so einfach sind die ornithologischen Beobachtungen im Venn. Aber mit der richtigen Ausrüstung ist alles kein Problem: Deshalb sind das Buch über Vögel, die Ferngläser und das Spektiv auch genau die richtige Ausstattung.

Grünschenkel und Bruchwasserläufer


Klein und Groß zeigen Begeisterung, wenn es um das Auffinden von seltenen und bekannten Vogelarten geht. „Unser Hauptaugenmerk soll heute auf den Limikolen liegen“, sagt Karl Riddering und klärt auch gleich die nicht ganz so Erfahrenen unter den Vogelfreunden auf: „Limikolen sind an Schlammflächen gebundene Vogelarten, wie zum Beispiel Grünschenkel, Bruchwasserläufer oder auch Bekassinen.“

Die Bekassine fliegt auch tatsächlich später einmal vor die Linsen der Beobachter, allerdings nur kurz. Begeistert waren die Ausflügler auch beim Finden eines Baumfalken. „Das ist etwas ganz Besonderes, davon gibt es nur zwei oder drei in Emsdetten“, erklärt der Experte.

Geschärfter Blick

Durch das Spektiv hatten auch alle die Gelegenheit, einen ganz genauen Blick auf den Falken zu werfen, der etwas weiter weg in einem toten Baum ruhte. Mehrere Schwalbenarten, eine Gruppe Kanadagänse und eine Krickente später zogen die Vogelforscher sich wieder zurück – mit geschärftem Blick.
 

 

Emsdettener Volkszeitung

20. August 2010

 

 
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