BUND unterstützt Biomüll-Kompostierung im Kreis Steinfurt
Kreis Steinfurt•Der erste Blick täuscht: Die Abfalltonne für den sogenannten Biomüll ist zwar oft die kleinste in der Reihe der Abfallbehälter. Doch Obst- und Gemüseabfälle, Kaffeefilter, Eierschalen, abgenagte Knochen und anderes mehr haben einen Anteil von 40 Prozent am Gesamtgewicht des Hausmülls.
Dazu tragen allerdings auch Baum- und Strauchschnitt sowie andere Gartenabfälle bei, die Privatleute im Kreis Steinfurt an mehreren Annahmestellen abgeben können.
Laut Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGSt) betrug das Gewicht des in 2008 im Kreis Steinfurt abgefahrenen Biomülls pro Kopf und Jahr rund 140 Kilogramm, das entspricht einem jährlichen Gesamtgewicht von 60000 Tonnen Biomüll.
Wie mit dieser enormen Menge möglichst kostengünstig und umweltschonend verfahren werden soll, wird derzeit auf Kreisebene diskutiert. Dabei geht es um die Neuausrichtung der Biomüll-Kompostierung.
Die Kreisgruppe Steinfurt des BUND befürwortet den Bau und Betrieb einer kreiseigenen Kompostierungsanlage für den Biomüll aus Privathaushalten – auch im Namen der beiden anderen anerkannten Naturschutzverbände NABU und ANTL.
„Wir sprechen uns dafür aus, die Anlage in kommunaler Regie, zum Beispiel auch von der EGSt, zu betreiben. Denn nur so sind Transparenz und Kontrolle bei der Einhaltung von Umweltstandards und der Preiskalkulation zu erreichen“, sagt Rose Heilmann von der BUND-Kreisgruppe.
Diese spricht sich zudem für den Bau einer Vergärungs- und Kompostierungsanlage in Kombination aus, die Umwelt und Klima am ehesten gerecht werde.
Damit teilen die Umweltschützer die Auffassung der Kreisverwaltung. Diese hatte vorgeschlagen, eine solche Anlage auf einem Grundstück der EGSt in Saerbeck zu errichten.
Allerdings, so der BUND, sei bei dem Betrieb einer solchen Anlage die ökologisch sinnvolle Nutzung des entstehenden Biogases zu gewährleisten, Gleiches gelte für die daraus zu gewinnende Wärme.
Steinfurt / Altenberge / Emsdetten
BUND, KG Steinfurt
01. Juni 2010
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