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Umweltbildung in der Offenen Ganztagsschule

„Umwelt-Agenten – im Auftrag der Natur“

Was genau ist ein Umwelt-Agent? Was heißt Umwelt und was ist ein Agent?

Den Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren wird schnell klar, dass ein Umwelt-Agent

mit offenen Augen und Ohren durch die Welt geht.

Gerne benutzen Umwelt-Agenten eine Lupe oder ein Fernglas, um sich Pflanzen

und Tiere genau anzuschauen. Bei ihren Streifzügen decken sie aber auch Fälle

auf, in denen Natur und Umwelt gefährdet werden, und versuchen Lösungen

zu finden. (Zeichnung aus einer Umweltagenten-Mappe)

 

Der BUND und die BUNDjugend NRW haben 2008 das Projekt „Umweltbildung in

der Offenen Ganztagsschule“ ins Leben gerufen, um den Kindern Freude und

Spaß in der Natur zu vermitteln und ihr Interesse an der Umwelt zu wecken.

Ganz nebenbei soll das Umweltbewusstsein der Kinder gestärkt und sie an

die Verantwortung für die Zukunft heran geführt werden.

An verschiedenen Orten in NRW werden Fortbildungen angeboten, die

interessierte Menschen zu sogenannten Agenten-BetreuerInnen weiter

bilden und intensiv auf die Umsetzung von Umweltbildungsangeboten in

der Ganztagsschule vorbereiten.

(Fortbildungstermine unter www.umweltbildung-ogs.de ).

Mittlerweile sind bereits über 1000 Kinder als Umwelt-Agenten im Auftrag

der Natur unterwegs, um die Umwelt zu erforschen, Probleme auf zu spüren

und Fälle zu lösen.

 

Tolle Auszeichnung

Die Vereinten Nationen haben für die Jahre 2005-2014 die Weltdekade

„Bildung für nachhaltige ausgerufen. Für die Beteiligung an dieser Dekade

ist die BUNDjugend für das Projekt „Umweltbildung in der Offenen

Ganztagsschule“ ausgezeichnet worden und darf in den Jahren 2009/2010

den Titel „Offizielles Projekt der UN-Weltdekade 2009/2010 Bildung für

nachhaltige Entwicklung“ tragen.

 

 

Auch im Kreis Steinfurt machen sich die Kinder seit Beginn 2009 ausgerüstet

mit Sicherheitswesten, ihren Agenten-Ausweisen und den Agenten-Mappen

auf zur Entdeckungstour im Schulgelände oder in der näheren Umgebung ihrer

Schule. Jede Woche geht es dann für 2 Schulstunden raus in die Natur. J

 

 

Die Palette der Themen und Aktivitäten ist breit gefächert. So entdecken

die Umwelt-Agenten die ersten Frühlingsboten, lernen verschiedene

Pflanzen und Tiere kennen, machen sich auf die Suche nach Tierspuren,

erforschen die Bodenlebewesen in der Laubstreu, ermitteln die

Überlebensstrategien der Tiere im Winter oder werden künstlerisch in der

Natur aktiv. Sie bauen Nisthilfen für Insekten und Unterschlüpfe für Igel,

säubern den Wald und überlegen sich Energiesparmöglichkeiten zum Schutz

von Umwelt und Eisbär.

Mit all ihren Sinnen be“greifen“ die Umwelt-Agenten die Natur. Wie schön,

denn was sie kennen und verstehen, das werden sie bestimmt auch schützen wollen!

 

Astrid Pflüger-Ott

BUND-Umweltbildnerin

 

 

 
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