Kormorane an der Ems
Nachdem die Kormorane vor einigen Jahrzehnten bei uns so gut wie ausgerottet waren, wurden sie geschützt und haben sich heute in ihrem Bestand erholt und stabilisiert.
Doch während sich die Naturschützer darüber freuen, sind u.a. die Angler darüber empört. Heftige Diskussionen wurden so entfacht. Und die Kormoran-„Hasser“ verstanden die Welt nicht mehr, als ihr Feindbild auch noch zum Vogel des Jahres erhoben wurde. Sie befürchten, dass Kormorane als ausschließliche Fischfresser großen Schaden anrichten. So fordern sie statt des Schutzes eine gezielte Bekämpfung (Vergrämung, Abschuss,...).
Die Naturschützer dagegen betonen, dass die Kormorane zur biologischen Vielfalt in unserer natürlichen Gewässerlandschaft gehören. Probleme gibt es nur dann, wenn der Mensch hier eingreift (Fischbesatz, Fischzucht,...).
Wer sich hier genauer informieren, die Argumente beider Seiten fundierter kennen lernen möchte, der wird im Internet fündig.
Kormorane an der Ems
Kormorane sind weltweit verbreitet, auch bei uns an der Ems sind sie anzutreffen. Und das seit vielen Jahren.
Wenn es also stimmen sollte, dass die Kormorane die Ems leerfischen, dann wären sie doch schon lange nicht mehr hier, vor allem nicht in so großer Zahl. Denn mit einer leergefischten Ems hätten sie ja ihre eigene Lebensgrundlage zerstört.
Dem ist aber bekanntlich nicht so. denn hier bei uns an der Ems im Bereich Hembergen/ Saerbeck gibt es seit vielen Jahren jede Menge dieser Fischfresser.
Gesunde Population
Inzwischen werden sie sogar regelmäßig gezählt. Mehrere mal pro Jahr werden sie an ihrem Schlafplatz von uns aufgesucht und ihre rZahl genau bestimmt. Es geht also nicht um Brutplätze, denn diese gibt es bei uns nicht (nächste Brutkolonie ist wohl der Speichersee nördlich von Lingen, bei Geeste).
Doch nicht nur bei uns werden diese Schlafpopulationen genauer gezählt, sondern im ganzen Münsterland. Und da hat sich schon lange herausgestellt, dass hier bei uns an der Ems im Bereich Hembergen/Saerbeck die meisten Vögel zu beobachten sind – teilweise über 100.
Oben in den Pappeln sitzen sie mit Vorliebe und verbringen so – auch bei bitterster Kälte – die Nacht.
Schön, dass es bei uns in der Emslandschaft noch solch ruhige Stellen gibt, so dass eine solch große Zahl von Kormoranen hier einen nächtlichen Lebensraum findet.
Im Januar 2010
H. Rinsche
|