Startseite

einige Worte vorweg

- Wir über uns

Termine

Berichte

Meinung & Kritik

Die Distel

Aktuelles aus dem Kreis

Kinder- und Jugend

Jugendgruppe
Grünes Klassenzimmer
Naturschutz

Umweltpolitik

. Stadtplanung

Kontakt

Impressum

 
 
 

BUND mahnt:

Atomausstieg sofort

Anti-Atom-Treck macht Station in Gronau und Almelo / !

 

Bereits seit einigen Wochen ist ein Informationsbus der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg („Gorleben“) „auf Tournee“, um bundesweit, und im benachbarten Ausland, über die Gefahren der Atomenergie und besonders über die Atommüllproblematik zu informieren.

Am 30. Juli 2009 macht der Bus in Gronau und Almelo Station, um sich vor Ort ein Bild über die Uranmüllproblematik bei der Urananreicherung zu machen. Dort traf Gerhard Förster, Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e. V. mit Vertreterinnen und Vertretern des BUND, des Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau und anderen Verbänden zusammen, um gemeinsam über Atommüllgefahren, Störfälle in Atomanlagen (incl. Gronauer Urananreicherungsanlage) aber auch über weitere Protestaktionen für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen zu informieren.

 

„Schützt uns – nicht die Atomkraft“ – unter dieses Motto hat der BUND-Landesverband NRW seit vielen Jahren sein kompromissloses Eintreten für den sofortigen Atomausstieg gestellt.

 

Auch wenn NRW keine in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke mehr hat, so ist das Bundesland doch eng mit der Atomtechnologie verbunden: Nicht nur die Uranaufbereitungsanlage in Gronau und das vorgebliche „Zwischenlager“ für Atommüll in Ahaus markieren die enge Verknüpfung mit der bundes- und europaweiten Atomindustrie, sondern auch Firmen wie GNS in Essen, MTV in Mülheim und Siempelkamp in Krefeld zeigen, dass wir hier nicht auf einer Insel der Seligen leben. Das landeseigene Forschungszentrum Jülich ist die Nachfolgerin der Kernforschungsanlage und hat von ihr den höchstgefährlichen Havarie-Reaktor AVR „geerbt“, dessen Graphitkugeln in der Asse lagern und dessen Abbau das Land und den Bund vor ungeahnte Probleme stellt sowie die öffentlichen Kassen mit mehrstelligen Millionenbeträgen belasten wird, so man denn überhaupt ein „Entsorgungs“konzept finden sollte.

 

„Gerade auch die aktuell bekannt gewordene und geheim gehaltene Panne in der UAA Gronau zeigt, dass die Atomkraft unbeherrschbar ist, dafür brauchen wir nicht nach Krümmel, Philippsburg oder Lingen zu schauen“, so Claudia Baitinger vom BUND Landesarbeitskreis Atom. Das grundgesetzlich verbriefte Recht auf körperliche Unversehrtheit – und dazu gehören auch Langzeitschäden und schleichende Gefahren durch Niedrigstrahlung – wird von der Politik und den Aufsichtsbehörden mit Füßen getreten. „Dass wie in den letzten Tagen 8 von 17 Atomkraftwerken vom Netz genommen wurden ohne dass „die Lichter ausgingen“, ist der beste Beweis dafür, dass es nicht um die Sicherstellung der Stromversorgung geht, sondern um Profite großer Konzerne – auf Kosten des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung“, so die Meinung des BUND.

 

Zur aktuellen Diskussion über die Endlagersuche äußert sich der BUND deutlich: Erst abschalten, dann sind wir gesprächsbereit! Solange täglich immer noch mehr Atommüll produziert wird und das Abschalten aller Reaktoren auf den St. Nimmerleinstag verschoben werden soll, ist es nicht vermittelbar, dass es zu einem nationalen Konsens in dieser schwierigen Frage kommen muss, sollte der Atommüll nicht nach dem St. Floriansprinzip beispielsweise nach Russland exportiert werden.

Der Plan des Umweltministers, erst hinter verschlossenen Türen einen Standort unumstößlich  festzulegen und dann die betroffene Bevölkerung an runde Tische zur Konsensfindung zu bitten, wird vom BUND strikt abgelehnt. „Dann geht es nur noch um die Begrünung der Pförtnerloge“, so Claudia Baitinger, „die gesetzlich verankerten Bürgerrechte in Genehmigungsverfahren würden ausgehebelt. Das führt zum Krieg auf den Dörfern, das kann kein verantwortungsbewusster Politiker ernsthaft wollen.“

 

V.i.S.d.P.:  Claudia Baitinger, In der Furge 13, 46286 Dorsten, T 02369 24296, Claudia.Baitinger@bund.net

 

 
Kontakt Impressum Rechtliche Hinweise