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Resolution

 

Regionalkonferenz Naturschutz im Regierungsbezirk Münster

 

am 8. Mai 2009im Rieselfeldhof in Münster


Mitte 2007 wurden in NRW unter dem fadenscheinigen Vorwand „Bürokratieabbau“ per Gesetzesänderung die Landschaftsbeiräte bei den Bezirksregierungen, trotz Vorliegens von immer größer werdenden, sehr bedeutenden übergreifenden Problemen des Natur- und Landschaftsschutzes abgeschafft.

 

Eine wichtige Plattform für ein absolut notwendiges gemeinsames Handeln der anerkannten Naturschutzverbände des Landes entfiel.


Mit der Einladung zur Regionalkonferenz Naturschutz wollen die Verbände jetzt einen neuen Anfang zu gemeinsamem Handeln machen und eine Plattform vor allem auch gegenüber der Bezirksregierung schaffen, damit die Lücke geschlossen wird, die das Abschaffen der Landschaftsbeiräte vor knapp 2 Jahren gerissen hat. Ahnliche Konferenzen haben bereits in den Regierungsbezirken Detmold und Arnsberg stattgefunden.


In einer ersten Runde werden die vier Themen

„Stand der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie“,

„Wald- und Gehölzschutz“,

„Situation der FFH- und Vogelschutzgebiete“

„Probleme des Anbaus von Energiepflanzen“

im Regierungsbezirk vorgestellt und diskutiert.

 

Hierzu wird eine gemeinsame Resolution zu diesen vier Themen verabschiedet:


Wir fordern:

 

1.) Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie

Dass die Behörden die europäischen Vorgaben der Richtlinie fristgerecht und vollständig umsetzen und so eine weitere Verschlechterung unserer Oberflächengewässer und des Grundwassers verhindern, eine Forderung, die gerade im stark von der Landwirtschaft geprägten Münsterland von größter Wichtigkeit ist.


2.) Wald- und Gehölzschutz

Entsprechend der gerade vom BUND-NW verabschiedeten Resolution „Rettet den Wald vorm Verheizen und Verscherbeln“ muss gefordert werden, dass in unserer Region der Wald effektiver geschützt und nachhaltig und naturnahe bewirtschaftet wird. Das Münsterland hat eh nur einen äußerst geringen Waldanteil (nur 14,9 % der Fläche sind Wald). Intakter Wald ist u. a. ein sehr wichtiger Faktor beim Klimaschutz.

 

3.) Sicherung der FFH- und Vogelschutzgebiete

Gerade unser Regierungsbezirk verfügt im europäischen Rahmen über eine Reihe von sehr bedeutenden Schutzgebieten. Es gilt, diese nicht nur einfach zu erhalten, sondern sie müssen gepflegt und weiterentwickelt werden. Gefährdungen und Beeinträchtigungen, die ihnen in unserer überall stark genutzten Landschaft von allen Seiten drohen, müssen in gemeinsamer Anstrengung abgewehrt werden.

 

4.) Probleme des Anbaus von Energiepflanzen

4. Der Anbau und die Nutzung von Energiepflanzen (z.B. in Biogasanlagen) erscheint sicherlich vom Denkansatz her zunächst einmal als sinnvoller Beitrag zur Reduktion des Einsatzes fossiler und anderer problematischer Energiequellen. Aber wie so oft, die Gefahren stecken hier (bislang noch) in der Umsetzung. In den allermeisten Fällen werden zurzeit Natur und Landschaft -und auch Menschen - eher belastet denn entlastet. Hier muss alles getan werden, diese Nutzung zu optimieren und so anfallende Belastungen so weit wie möglich zu minimieren. Einfach nur das „Grüne Mäntelchen“ um diese neuen Technologien zu hängen, reicht bei weitem nicht aus.

 

Münster, den 08. Mai 2009

 

Bund für Umwelt und Naturschutz – Landesverband NRW (BUND-NW)

Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU)

Naturschutzbund Deutschland, Landesverband NRW (NABU-NRW)

 
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