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Die neue Allee

 

Am Donnerstag, den 08. Januar wird die neue Allee "Sternbusch" in Emsdetten von Umweltminister Eckhard Uhlenberg, Landrat Thomas Kubendorf und Bürgermeister Georg Mönikes feierlich eingeweiht.

 

 

Die Umweltverbände in Emsdetten BUND / NABU begrüßen diese Maßnahme, eine neue Alle zu pflanzen und bedanken sich diesbezüglich ausdrücklich bei der Stadtverwaltung der Stadt Emsdetten. Denn auf Antrag der Naturschutzverbände war im Zusammenhang mit dem Freiflächenentwicklungskonzept im Jahre 2007 beantragt worden, dass die Stadt Neuanpflanzungen von Straßenbäumen und Maßnahmen zur Pflege und dem Erhalt von Allee vornehmen solle.

Eine Inanspruchnahme der Förderung durch das Landesprogramm „100 Alleenprogramm“ war dazu von uns angeregt worden.

Gespannt sehen wir nun die Weiterführung der Allee als großräumige landschaftsprägende Ringstraße Emsdettens entgegen.

 

Emsdetten, vorbildlich in Sachen Klimapolitik, da in Zeiten des Klimawandels jeder neu gepflanzte Baum als positives Zeichen in die richtige Richtung weist.

Vorbildlich im Kreis Steinfurt, da sich bisher keine weitere Gemeinde des Kreises am Landesprogramm „100 Allee“ beteiligt hat.

Zudem bewirken die Bäume auch eine Entschleunigung des Straßenverkehrs.

 

Leider hat jede Medaille 2 Seiten, denn wenn in einigen Jahren die Allee ihr volle Pracht und Wirksamkeit erfüllt, wird nebenan –in Sichtweite - eine neue Kreisstraße als Westumgehung die Landschaft voll lärmen und die Luft belasten.

 

Ein weiterer Wermutstropfen wird auch sein, dass die beiden landschaftsprägenden alten Eichen, ca. in der Mitte der neuen Allee am Sternbusch gelegen, dann verschwunden sein werden.

Durch den heftigen Rindenverbiss, den die Pferde und Kühe des Landwirts dort verursachen, erscheint schon heute die Vitalität der Bäume schwer geschädigt zu sein.

Zum präventiven Schutz dieser Bäume wird nichts getan. Die Eigner freuen sich schon auf den baldigen Holzverkauf.

 

Damit sind wir beim Thema Landwirtschaft. Die Emsdettener Volkszeitung berichtet am 09.0.2009 über das besondere Ereignis. Der Redakteur der EV zitiert den Ortslandwirt Heiner Stegemann:

"dass die Landwirtschaft nicht gefragt worden sei und sie diese Pflanzmaßnahme ablehne(...)".

Wir hoffen, dass Herr Stegemann falsch zitiert wurde, denn es ist ohne Zweifel ein Gewinn auch für die Landwirtschaft im Außenbereich, dass durch die öffentliche Hand neue Bäume gepflanzt und damit neue Zeichen gesetzt werden. Denn leider versäumen dies die Bauern meist.

 

Muss man noch erwähnen, dass durch die Anpflanzung von neuen Bäumen das natürliche Gleichgewicht im landwirtschaftlichen Nutzbereich (ggfls. nur teilweise) wieder hergestellt wird.

Muss man noch erwähnen, dass der Landschaftsschutz und derm Klimafaktor hier ein besonderes Gewicht haben.

 

Werden nicht auch zum Nutzen der Landwirtschaft viele Insketen, vor allem Bienen sowie Greifvögel ihren Lebensraum in und um die Alleen finden.

Und trägt nicht jeder für eine gute gesunde Ernte bei.

 

Und ... wieviele alte, prägende Bäume entlang der landwirtschaftlichen Nutzwege wurden in den letzten Jahren ersatzlos abgeholzt?

 

Und ... wieviele Höfe haben inzwischen die vielen Hofeichen und das Wäldchen hinterm Haus ersatzlos aufgegeben?

 

Und... wieviel mehr ökologischen Gewinn wirft ein Baum in die Schale gegenüber dem Mais.

 

Baumschutz ist Klimaschutz! Auch im Außenbereich.

 

Friedel Hesseling

Emsdetten, im Januar 2009

 

lesen Sie auch den Bericht der Emsdettener Volkszeitung

Bericht EV vom Tage: * Minister Uhlenberg zu Besuch

 

 

 
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