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25. Juni 2009

Pressemitteilung


Ablehnung zum Ausbau des Flughafens FMO:




Der BUND -Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.-
ist Mitglied im Netzwerk der Umweltverbände mit der BürgerInitiative gegen
den Ausbau des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO).

Vorbemerkung:
Am 17. Juni 2009 fand ein Treffen des BUND -- Kreisgruppe Steinfurt- mit
der BI statt, um sich über die derzeitige Situation und die wichtigen
Termine auszutauschen.
Am 29.06.2009 wird der FMO auf der Tagesordnung des Kreistages stehen,
bevor am 09 Juli 2009 vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die
Verhandlung zum Revisionsverfahren geführt wird.

In diesem Zusammenhang unterstreicht der BUND seine Ablehnung zum Ausbau
des Flughafens FMO:


Der weitere Ausbau des Flughafens FMO ist eine Fehlplanung:
Der Flugverkehr ist die umweltschädlichste Art der Mobilität. Die
Auswirkungen z.B. auf das Klima beim Verbrennen von Kerosin in der höheren
Atmosphäre sind verheerend. Zudem wird die Bevölkerung im Umkreis von
Flughäfen mit Fluglärm überzogen.
NRW ist regional und auch überregional ausreichend mit Flughäfen
ausgestattet. Die sechs wesentlichen Flughäfen konkurrieren untereinander,
nehmen sich Flugpassagiere weg und überleben nur aufgrund von Subventionen
durch die öffentliche Hand (Kreis, Stadtwerke u.a.) d.h.auf Kosten der Bürger.

Die prognostizierte Ausweitung der Passagierzahlen und des Frachtaufkommens
des FMO ist in den letzten Jahren nicht erfolgt, aufgrund der aktuellen
Wirtschaftskrise ist sogar ein deutlicher Rückgang eingetreten. Verluste
werden angehäuft.
Die regionale Versorgung bzw. die  Anbindung an das internationale
Flugverkehrsnetz ist auch mit der derzeitigen Anlage des FMO -ohne die Verlängerung der Startbahn -
weiterhin langfristig gesichert.

Die Angemessenheit der Mittelverwendung aus Steuergeldern ist nicht
gegeben!

Schon seit Jahren kann der Betrieb des FMO nicht rentabel dargestellt
werde. Die Verluste werden angesammelt und sind letztendlich aus
Steuermitteln auszugleichen.
Der weitere Ausbau des FMO würde weiterhin Unsummen an Mitteln
verschlingen, die in den öffentlichen Kassen nicht vorhanden sind.
Ohne steuerliche Subvention kann der Betreib und vor allem der geplante
Ausbau nicht dargestellt werden.  Das weitere Verbrennen von öffentlichen
Mitteln muss daher aufhören, da diese Mittel sinnvoller eingesetzt werden
müssen.

Bei dem geplanten Ausbau wird der Naturschutz nicht berücksichtigt!
Aufgrund des hohen Landschaftsverbrauchs durch den geplanten Ausbau,
einhergehend mit der Zerstörung des FFH-Gebietes, ist die geplante
Erweiterung des FMO abzulehnen.
Die Klage des NABU erfolgte zu Recht, denn die Belange des Naturschutzes
werden nicht ausreichend berücksichtigt.  Vordergründige politische
Ambitionen müssen aufgegeben werden, um langfristige irreparable Schäden zu
Lasten des Naturhaushaltes vermeiden zu können.

Die Nachhaltigkeit des wirtschaftlichen Denkens und Handelns wird angemahnt:
Der ungezügelte Verbrauch von Umweltressourcen u.a. durch
Landschaftsverbrauch, Lärmbelastung und  Energieverschwendung muss gestoppt
werden.
Egal, wie sich das Gericht entscheiden wird, der weitere Ausbau des
Flughafens FMO muss ad acta  gelegt werden, bevor unwiederbringlich Fakten
geschaffen wurden.

Steinfurt / Emsdetten, den 25. Juni 2009
BUND - Kreisgruppe Steinfurt-
gez. Friedel Hesseling

 
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