| Emsdettener Volkszeitung |
| 26.März 2008 |
Ab April gibt es nur noch Ökostrom
EMSDETTEN
Die Stadt kauft ab nächster Woche sauberen Ökostrom in Norwegen ein.
Was vor Ort aus der Steckdose kommt, könnte aber auch aus anderen Quellen stammen.
Zum 1. April stellen die Stadtwerke auf 100 Prozent Ökostrom um. "Das ist kein Aprilscherz", stellt Geschäftsführer Helmut Lehmann gegenüber der Emsdettener Volkszeitung sofort klar.Er verweist darauf, dass Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken eingekauft worden sei, und das ohne Mehrkosten für die Kunden. "Das bedeutet ein qualitativ besseres Produkt zum gleichen Preis. Damit haben unsere Kunden alle Vorteile auf ihrer Seite: Einen aktiven Part zum Umweltschutz verbunden mit einem sehr niedrigen Preis für Naturstrom", so Lehmann .
Energie aus Wasserkraft
"Die Verträge laufen erst einmal bis 2011. Dann sehen wir weiter", so der Kaufmännische Leiter Erich Krake. Auf der Rechnung der Stadtwerke stehe "100 Prozent Ökostrom aus Wasserkraft".
Was kommt beim Endverbraucher an?
Ob der allerdings auch in Emsdetten ankomme, könne man nicht sagen. Der Strom werde ja nicht direkt von Norwegen nach Emsdetten geliefert, so Krake. Das müsse man sich wie eine große Badewanne vorstellen, in die der Strom fließe, der in Deutschland benötigt werde. Von hier werde er an die Energieversorger abgegeben, erläutert Lehmann und verweist darauf, dass natürlich auch Strom aus Atomkraftwerken beim Endverbraucher in Emsdetten ankommen könne.
Stadtwerke wollen ein Zeichen setzen
Mit dem Kauf von Ökostrom wollen die Stadtwerke nach Angaben des Geschäftsführers ein deutliches Zeichen setzen: "Die steigende Nachfrage nach Strom aus regenerativen Energiequellen sorgt schließlich dafür, dass Investitionen in entsprechende Anlagen gegenüber herkömmlichen Anlagen an Attraktivität gewinnen".
Kundenwünsche werden erfüllt
Mit dem Wechsel zum Ökostrom folgen die Stadtwerke nach seinen Angaben auch zahlreichen Kundenwünschen, "die sich praktizierten Umweltschutz zu bezahlbaren Preisen gewünscht haben". Lehmann streicht heraus, "das wir für unsere Kunden das beste Preis-/Leistungsverhältnis bieten und distanzieren uns mit unserem Angebot auch bewusst von so genannten Billiganbietern, die versuchen, im Energiemarkt Fuß zu fassen".
"Stromwechsel" ist erst der Anfang
Die Umstellung auf 100 Prozent Naturstrom ist nach Angaben von Lehmann "erst der Anfang von zahlreichen Aktivitäten für den Umweltschutz: "Wir orientieren uns an ökologischen, innovativen und energiesparenden Grundprinzipien zum Vorteil unserer Kunden."
Vom Erich Ortmeier am 26. März 2008
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