Wollen wir auch bald eine Waldschlösschenbrücke in Emsdetten haben?

In Dresden wird soeben eine 200 Jahre alte Buche mitsamt einer alten Allee gefällt, damit das Areal betoniert werden kann, um dem sog. Fortschritt einen Weg durch die wunderschöne Elbtalaue zu bahnen.
Wider aller Vernunft baut man eine Autobrücke durch die Aue der Elbe und opfert zugunsten dem Fetisch Auto eine wunderbare Naturlandschaft. Nicht nur die bekannten Hufeisennasenfledermäuse müssen sich ein neues Refugium suchen. Neben der Versiegelung der Landschaft wird das Auto viel Lärm, Dreck und Luftverpestung in die ehemals wunderbare Landschaft bringen.
Vorfahrt für das Auto und Natur egal, wie auch das als besonderes Kulturerbe von der UNESCO anerkannte Vermächtnis?
Wie nah ist uns der Aletschgletscher in der Schweiz?

600 nackte Menschen posieren für ein eindrucksvolles Foto auf dem Gletscher des Aletsch in der Schweiz.
Dieses Foto des US Fotoaktions-künstlers Spencer Tunick ist für mich das Foto des Jahres 2007.
Aufgrund des Klimawandels schmilzt der Gletscher unaufhaltsam. Die Kunstaktion soll aber dabei verdeutlichen, wie verletzlich der einzelne nackte Mensch letztendlich ist, aber hier stirbt kein Mensch sondern der Aletsch-Gletscher.
Ist etwa nicht nur das menschliche Handeln sondern auch das ungebremste weltweite Bevölkerungswachstum ursächlich?
Aber benötigt der sterbende Gletscher etwa nicht die Zuwendung von 600 x 36,5 Grad Körperwärme sondern eher die Kühle des Verstandes, der mit einer rigorosen Umkehr im alltäglichen Handeln dem fortschreitenden Klimawandel zu stoppen versuchen sollte?
Was haben wir von der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt?

Am 07.11.2007 beschoss das Bundeskabinett die nationale Strategie zur biologischen Vielfalt. Aufgrund des hohen Bevölkerungsdrucks in der EU, durch Land- und Forstwirtschaft, Gewerbe, Industrie, Wohnen, Verkehr und Tourismus sind die natürlichen Lebensräume alarmierend geschrumpft. Viele Tier- und Pflanzenarten stehen auf roten Listen, verschwinden aus den angestammten Lebensräumen oder sterben für immer aus.
Hier werden auf 250 Seiten die Handlungsfelder ausführlich dokumentiert.
Aber gehört nicht zu einer Dokumentation auch noch ein Diktat des Handelns um zum Erfolg zu gelangen?.
Meinen Sie, dass es Cecile le Comp alleine schafft?
Unverantwortlich, dass wir es zulassen müssen, dass die international agierende Firma URENCO ca. 1000 t Atommüll per Schiff nach Russland verfrachtet.
Die Atommüllentsorgung ist weltweit völlig unzureichend gesichert und in seiner Brisanz unverantwortlich. Was aber legitimiert gerade Russland dazu, den Atommüll anzunehmen und weiter zu verarbeiten? Ist es etwa Russland, das für seine besonders zuverlässige Ingenieurarbeiten auf dem Atomsektor durch Qualität qualifiziert ist?
Haben wir nicht die Möglichkeit die Atomlobby weltweit in ihre Grenzen zu verweisen?
Die Atomenergie ist der falsche Weg, aus dem Klimaschlamassel heraus zu kommen. Sind wir es den zukünftigen Generationen nicht schuldig, ohne wenn und aber sofort aus dieser brisanten Technologie auszusteigen und umzusteigen in ein internationales Verbundnetz regenerativer Energieversorgung?
Cecile le Comp ist lieb, nett und sympathisch, aber kann sie es allein schaffen?
Was hat dies alles mit Emsdetten zu tun?
Dresden: Auch in Detten ist man dabei, eine Westumgehung zu bauen. Auch bei uns wird die ökologisch wertvollen Niederungen der Mühlenbachaue dem Auto mit allen Konsequenzen geopfert und zu viele Hektar land- und fortwirtschaftlich genutzte Flächen werden für die neue Umgehungsstraße zugeteert!
Aletsch: Nicht nur zur Weihnachtszeit beleuchten wir nicht nur Pankratius unangemessen. Aber gibt es in der VHS etwa Kurse, um zu erfahren, wie groß unser ökologischer Fußabdruck ist und können wir dort lernen wie nachhaltiges Wirtschaften funktioniert?
Biologische Vielfalt: In Detten wird inzwischen engagiert auch um den Erhalt einiger alter Stadtbäume gekämpft, nachdem ja die schönsten, prägendsten Exemplare bereits in den letzten 20 Jahren sämtlich aus dem Stadtbild verschwunden sind.
Aber reicht uns das Venn als grünes Naturschutz-Feigenblatt im Kreis? Reicht es, den Mühlenbach wieder etwas naturnäher zu gestalten aber gleichzeitig die natürlichen Regenerationszonen nicht akzeptieren zu wollen und sind wir mit der Vernetzung des Naturschutzes in der Emsaue einen entscheidenden Schritt weiter gekommen?
Cecile le Comp : Auch in Emsdetten hat man schon mit dem Umbau der Energieversorgung begonnen.
Es gibt Blockheizkraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung, Solar- und Photovoltaikanlagen, aber beziehen die Stadtwerke inzwischen ihren Strom bereits aus Schönau oder hat der Rat einen Antrag auf Verzicht von Atomstrom vorliegen und dem zugestimmt?
Fragen die auf Antworten warten.
Da wie hier sind es nicht nur die Aspekte von Landschafts-, Natur- und Umweltschutz, die in aller Köpfen, insbesondere der Verantwortlichen, zukünftig noch viel tiefer Einkehr halten müssen, sondern auch der unaufhaltsame Klimawandel unter dem Aspekt der nachhaltigen Energieversorgung werden und müssen unser gemeinsames Handeln in Zukunft prägen.
Haben wir, die Aktiven Umwelt- und Naturschützer Ihnen allen bereits Alles Gute zum neuen Jahr gewünscht? Falls nicht, kann es daran liegen, dass zu viel im Argen liegt und dass es an zu vielen Stellen brennt, hier, im Lande und sonst wo.
Bleiben Sie am Ball mit Ihrem Engagement, es lohnt sich!
Alles Gute
Emsdetten im Januar 2008
Friedel Hesseling
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