Unglaublich vielfältig und von größter Bedeutung: Das leben im Waldboden
Auch in diesem Jahr ist es der NABU–BUND Naturschutzgruppe gelungen, den sehr stark ausgebuchten Umweltbus LUMBRICUS der Natur- und Umweltschutz- Akademie NRW aus Recklinghausen mit der Umweltpädagogin Regina Oldenburg an Bord am Freitag und Samstag letzter Woche für Emsdetten zu engagieren .
Auf dem Programm mit den Umweltverbänden stand die Bodenuntersuchung im Emsdettener Brook, zu der die Jugendgruppenleiterin Christiane de Jong am Samstag 15 naturbegeisterte Kinder eingeladen hatte.
Die Einstiegsfrage von Regina an die Gruppe: Was lebt unter unseren Füßen hier im Wald? Die Kinder kamen ins Grübeln und nur recht spärlich waren die Antworten. Um dieser Frage genau beantworten zu können, ging es nun erst einmal mit Schüppchen, Fangschalen, Gläsern mit durchlöcherten Deckeln, einem Bohrstock und einem großen Hammer ausgerüstet tiefer in den Wald. An einer schönen Stelle wo stattliche Laubbäume in schöner Herbstfärbung standen, sollte der Waldboden der mit Blättern und Todholz bedeckt war, untersucht werden. Mit gesammelten Stöcken bauten die Kinder zuerst einen Kreis als Waldstation und Sitzplatz. Alle ließen sich darauf nieder und erfuhren von Regina viel Spannendes über den Waldboden mit seinen tierischen Bewohner. Sie machte den Kindern deutlich, dass der Boden eines der kostbarsten Güter der Menschheit ist. Er ermöglicht es, den Pflanzen, Tieren und Menschen, auf der Erdoberfläche zu leben.
Bei der anschließenden Bodenuntersuchung riefen einige Kinder zuerst ungeduldig : „Hier finden wir ja keine Tiere!“ Mit geschärftem Blick und einer Portion Ausdauer gelang es ihnen dann doch, eine Vielzahl oft auch getarnte Bodenlebewesen im Laubstreu, unter der morschen Rinde, zwischen Moos, Flechten und in der Erde zu finden. Einige Tiere wurden in Fangschalen gesammelt und die „Schnellen“ wie die Käfer und die Spinnen in den Gläsern. Bevor es zurück zum Forscherbus ging, schlugen alle Kinder abwechselnd mit dem Hammer treffsicher den Bohrstock in die Erde. Dieser musste dann vorsichtig noch einige Male gedreht werden um eine gelungene Bodenprobe zu entnehmen. Die Anstrengung hatte sich gelohnt, der Bohrstock hatte die verschiedenen Bodenschichten gut sichtbar an die Erdoberfläche gebracht.
Nach dieser Arbeit ging es zum Forscherbus zurück, in dem alle gefundenen Bodenlebewesen ausführlich mit dem Mikroskopen untersucht, auf dem Forscherbogen gemalt und beschrieben wurden. Ein von Regina gemachter Videofilm hielt den Waldbesuch, allen Fangergebnisse und die tollen Kurzreferaten der Kinder über ihre gefundenen Tiere in Wort und Bild fest. Die Videokassette konnte die Gruppe als Erinnerung an das sehr schöne Waldabenteuer mitnehmen.
Die Emsdettener Kinder hoffen, dass Regina mit Ihrem Lumbricus Umweltbus auch im nächsten Jahr Emsdetten wieder ansteuert. Besuchen kann man Sie auch im Internet unter www.lumbricus.nrw.de
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